Der Unverpackt-Laden im Kölner Vorort kommt nicht zustande. Die überregionale Umweltaktion kann sich keine Öffentlichkeitsarbeit leisten. Und auch dieser Weblog läuft nur neben den eigentlichen Jobs. All diese Initiativen haben das selbe Problem: kein Geld.

Derweil lässt der schwerreiche US-Präsident wissenschaftliche Studien zur Erderwärmung umschreiben, damit sie in sein Weltbild passen. Sein publizistischer Bruder im Geiste, der märchenhaft vermögende Rupert Murdoch, nutzt seine mediale Weltmacht systematisch, um beispielsweise die Ursachen für die monatelangen Waldbrände in seinem Heimatland Australien umzudeuten. Und die Klimawandelleugner der AfD erhalten Spenden von Unternehmern aus ganz Europa. Warum eigentlich?

Arbeit – auch für die gute Sache – muss bezahlt werden.

Vollzeit for Future lautet der vielversprechende Titel einer Workshop-Reihe, die das Kölner Colabor seit Mitte Februar 2020 veranstaltet. Initiatoren, Referenten und Teilnehmer arbeiten sich gemeinsam an der Frage ab, wie mehr Geld ins System kommen kann. Denn nur, wenn Menschen verlässlich von ihrem Engagement für eine lebenswerte Zukunft leben können, kann all die viele Arbeit getan werden, die getan werden muss.

„Jedes Jahr müssen sechs Prozent der Emissionen runter, und das in den kommenden zehn Jahren“, sagte Colabor-Mitgründer Martin Herrndorf bei der Auftaktveranstaltung am 18. Februar 2020. „Die meisten Jobs produzieren CO2: durch Logistik, Reisen, Heizen und ähnliches. In allen Branchen muss sich die Arbeit verändern.“ Und ihre Bezahlung.

Eine Zusammenfassung zum Kickoff der Reihe findet sich auf der Website des Colabor. Weitere Veranstaltungen sind geplant. Bereits fest stehen:

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