Mit den Green Guerillas starten wir unsere Serie über Mode aus Köln und für Kölner, die ihre Klamotten außer nach optischen auch nach nachhaltigen Kriterien auswählen.

Vor neun Jahren öffneten die Green Guerillas in der Roonstraße ihre Türen. Die Gründer Marlies Binder und Kai Tettenborn, beide absolute Quereinsteiger in der Modebranche, hatten genug davon, dass umweltbewusste Kleidung oft so unstylish daherkam. Mit ihrem Faible für Streetwear machten sie sich auf die Suche nach Labels, deren Kollektionen nicht „typisch öko“ aussahen und trotzdem sozial und ökologisch verantwortlich produziert waren. „Wir wollten zeigen, dass fair und Mode kein Entweder-Oder ist“, sagt Marlies Binder.

Mit der Eröffnung ihres ersten Ladenlokals erschlossen sie in Köln absolut unbekanntes Terrain, denn so etwas hatte die Stadt bis dato nicht gesehen. Offenbar brachten setzen die beiden eine echte Bewegung in Gang, denn seitdem ist die Auswahl an Concept Stores für faire Mode in Köln beachtlich angestiegen. Auch die Green Guerillas sind expandiert und betreiben heute drei Filialen: neben der Roonstraße eine in der Merowingerstraße in der Kölner Südstadt sowie eine in Düsseldorf-Flingern.

Naturfasern für städtische Styler

Die Expansion hat am Konzept nichts geändert. In den mit viel Liebe zum Detail eingerichteten Läden findet sich individuelle Street- und Officewear von rund 25 Labels aus Deutschland und Europa. Tettenborn und Binder suchen ihr Sortiment mit großer Sorgfalt aus und verkaufen ausschließlich Produkte, die mit dem Global Organic Textile Standard (GOTS) zertifiziert sind. Dieses Zertifikat stellt hohe ökologische und soziale Anforderungen an die gesamte textile Produktionskette und ist ein weltweit anerkanntes Textilsiegel. Dementsprechend bestehen die Kollektionen hauptsächlich aus Naturfasern, recycelten Materialien und nachwachsenden Rohstoffen.

Hinweise auf bevorstehende Aktionen und Bilder von den aktuellen Kollektionen findet ihr auf facebook und instagram.

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