Trend der Saison: Gesichtsmasken. Medizinische Gesichtsmasken sind knapp. Also nähen Menschen deutschlandweit ihre Masken selbst. Auch Kölner*innen machen mit.

Das abgetragene T-Shirt muss man doch nicht wegschmeißen, das gibt einen prima Gesichtsschmuck. Genau wie übrigens die ollen Geschirrtücher und sogar Staubsaugerbeutel. Manche machen sogar ein Business draus: Wertstoff Köln beispielsweise näht jetzt Gesichtsmasken für das Praxispersonal einer Arztpraxis. Und der Kölner Kindermode-Shop Crepes Suzette macht Blümchen drauf.

Am meisten Aufsehen allerdings erregt eine Initiative der Autoren Friedemann Karig und Christiane Stenger. Ihre Kampagne trägt den Hashtag #maskeauf und fordert alle Menschen auf, selbstgemachte Masken zu tragen. Zahlreiche Prominente, der Virologe Christian Drosten und das Bundesgesundheitsministerium unterstützen die Aktion.

Auf der Webseite von #maskeauf finden sich zahlreichen DIY-Anleitungen und nützliche Links. Das Instagram-Profil zeigt die originellsten Masken und ruft dazu auf, Fotos mit Maske zu teilen.

Lena Meyer-Lamdrut, 2010 Deutschlands letzte Gewinnerin des Eurovision Song Contest, findet die Aktion super. „Außer zuhause bleiben und Hände waschen gibt es eine Sache, die wir jetzt alle machen können, um das Virus zu bremsen“, schreibt sie auf Instagram. „Und das ist: Maske auf!“

Eine Gesichtsmaske ist eine Geste der Solidarität.

Friedemann Karig

Klar ist: So eine Maske Marke Eigenbau bietet keinen hundertprozentigen Schutz vor Corona-Attacken. Aber sie ist besser als nichts. Vor allem verhindert sie, dass der oder die Maskenträger*in andere ansteckt. „Es ist eine Geste der Solidarität“, sagt Initiator Karig.

Zum richtigen Gebrauch gibt es auf der Webseite ausführliche Anleitungen. Regelmäßig Waschen ist so ein Tipp, den man unbedingt befolgen sollte.


Zur Website von #maskeauf

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