Mut zur Lücke

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    War doch nicht alles schlecht im Jahr 2020. Im Sommer und Herbst machten im Kölner Vrings- und Pantaleonsviertel Autos Platz für Menschen.

    Wer kennt noch das wunderbare Gedicht „Der Lattenzaun“ von Christian Morgenstern? Da hat ein Lattenzaun Mut zur Lücke, doch es bekommt ihm nicht.

    Ganz anders von August bis Ende Oktober 2020 in Köln. Die Anwohner des Vrings- und Pantaleonsviertel durften sich auf fünf Parkplätzen nach Lust und Laune austoben. Die dabei entstandenen Begegnungsbauten dokumentiert unser Video. Die Verwaltung wertet das Projekt „Mut zur Lücke“ zurzeit aus, um es in naher Zukunft mit den Entscheidungsträgern im Rat und den Bezirksvertretungen zu diskutieren. Wer weiß? Vielleicht machen die Lücke ja Schule?

    Realisiert hat das Projekt im Rahmen des bundesweiten Forschungsprogramms „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ (ExWoSt) die Agora Köln im Auftrag der Stadt Köln. Mit diesem Programm fördert der Bund innovative Planungen und Maßnahmen in Städtebau und Wohnungspolitik.

    Seit November 2020 befinden sich die Lücken im Winterquartier: Das Parklet an der Karthäuserkirche ist in den Innenhof der Kirche gezogen und dort im Rahmen des Gemeinschaftsgartens der Kirche weiter zugänglich. Die Lücke an der Zwirnerstraße ist ins „Wandelwerk“ nach Neu-Ehrenfeld umgezogen.