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Autozwang? Nein danke!

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Der Tickethändler CTS Eventim ist wegen seiner Marktmacht ohnehin umstritten. Jetzt kommen neue Vorwürfe dazu. Angeblich will Eventim Konzertbesucher zwingen, sich gegen Corona impfen zu lassen. Der Chef des Unternehmens wiegelt ab: Es gehe allenfalls darum, Veranstaltern die Möglichkeit zu geben, den Impfstatus ihrer Besucher zu überprüfen. Mit den Ticketsystemen – die schon jetzt auch zur Impfterminvergabe genutzt werden – ließen sich auch Impfausweise scannen.

Markus Düppengießer tvist tu du's!
Markus hat zwar den Führerschein, fährt aber nie Auto. Allerdings kann er mit zwölf Fingern tippen.

Der Unmut ist groß. Manche Kritiker vermuten eine „Impfpflicht durch die Hintertür“, andere gar einen „Dammbruch“. Seit ich weiß, was dieses Wort medizinisch bedeutet (googeln Sie’s nicht!), zwinge ich mich immer, wenn es kommt, an Hundewelpen zu denken. Den gleichen Trick wende ich auch an, wenn die öffentliche Diskussion mal wieder um die sogenannten „Impf-Privilegien“ kreist, um nicht vor Wut zu platzen. Schließlich sind solche Privilegien längst gang und gäbe.

Was ist, wenn Funny van Dannen kommt?

Denken Sie nur an diese Konzerte in Kölner Autokinos, bei denen gehupt statt geklatscht wird. In meinem Haushalt gibt es kein Auto, was daran liegt, dass ich zwar Auto fahren darf, aber nicht kann. So bin ich de facto von diesen Veranstaltungen ausgeschlossen. Dass ich auf das bisherige Konzertangebot (Mo-Torres, Brings und Kasalla) gut verzichten kann, ist ja nur ein Zufall beziehungsweise meinem nicht komplett desaströsen Musikgeschmack geschuldet. Aber was wäre, wenn – sagen wir mal – Funny van Dannen oder die Fontaines D. C. das Porzer Autokino rockten?

Ich klage also an: Stoppt den Autozwang! Es kann ja nicht sein, dass man sich dem hoffentlich bald aussterbenden Prinzip des motorisierten Individualverkehrs unterwerfen muss, um gewisse „Privilegien“ zu genießen. Das fände ich zumindest deutlich unfairer, als die Teilnahme an Kulturveranstaltungen künftig von ein, zwei Piksern in den Oberarm abhängig zu machen. Wobei ich zugeben muss: Komplett durchdacht ist mein Ansatz wahrscheinlich noch nicht. Ich habe zum Beispiel keine Ahnung, was für einen CO₂-Fußabdruck so eine Impfdosis hat.


Quelle: Bild.de

Lücken überbrücken

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Das Projekt „Mut zur Lücke“ bietet den Corona-Restriktionen die Stirn. Das Bürgerbeteiligungsprojekt hat sich zu einem digitalen Event gemausert. Ein Beispiel für Nachahmer in Zeiten von #stayathome?

Für die in Verzicht geübte schwedische Aktivistin Greta Thunberg stellt die Gewöhnung an die neuen Bedingungen kein Problem dar. Sie twitterte vor einigen Wochen bereits einen Aufruf mit der Message „Take it online“. Viele ihrer Anhänger übersetzten ihren Impuls ins Digitale – aktuell gerade mit vielen Online-Aktionen fürs Klima. „System Change, not Climate Change“ ist ein Satz, den wir in diesen Tagen häufiger lesen. Doch welches System ist eigentlich gemeint? Das politisch-gesellschaftliche oder das analog-digitale? Wahrscheinlich ein bisschen von beidem.

In Corona-Zeiten sind alle politisch und gesellschaftlich Aktiven mit ähnlichen Fragen konfrontiert: Welche Tools nutze ich, um weiterhin gesehen und gehört zu werden? Wie schaffe ich es, gesellschaftlich involviert zu bleiben – ohne Gesellschaft? Wie verlege ich mein aktives Leben erst von draußen (öffentlicher Raum) nach drinnen (meine eigenen vier Wände) jetzt wieder nach draußen (ins World Wide Web)? Wir alle müssen neue Wege erkunden. Dafür brauchen wir Mut!

Mut zur Lücke

Mut zur Lücke heißt ein Projekt, das die Agora Köln gemeinsam mit engagierten Anwohner*innen, Vereinen und Gewerbetreibenden des Vringsveedels für diesen Sommer geplant hat. Zehn (Park-)Plätze sollen sich in nachbarschaftliche Freiräume verwandeln. Eine schöne Idee, finanziert und beauftragt vom Amt für Straßen- und Verkehrsentwicklung, betreut vom städtischen Fahrradbeauftragten Jürgen Möllers und außerdem Teil des bundesweiten Modellprojekts ExWoSt mit den Städten Kiel, Leipzig und Aachen.

Parklet in Stuttgart. Foto: parklet-stuttgart.de

Sieben Baugruppen haben in monatelanger Vorbereitung öffentliche Aufenthaltsräume geschaffen, um so für eine weniger zugeparkte Innenstadt zu werben. „Parklets“ nennen sich diese Stadtmöbel in Form meist temporärer Bauten in der Größe eines Parkplatzes. Eine Erfindung, die in San Francisco ihren Ursprung hat und weltweit Aktivisten und Freunde des urbanen Lebens erfreut. In Deutschland gibt es seit 2015 Modellversuche in Stuttgart, Berlin oder Flensburg.

Doch nun versursacht das allgemeine Kontaktverbot die viel größere Lücke – und zwar zwischen Aktivisten und Aktivisten sowie Aktivisten und Anwohnern. Der April 2020 sollte der „Werkelmonat“ werden. Etwas desillusioniert stellt der Fahrradbeauftragte Jürgen Möllers fest: „Wozu ein Parklet bauen, wenn momentan noch niemand darauf sitzen darf?!“

Aber Aktivisten wären nicht Aktivisten, wenn ihnen nicht auch zum Umgang mit Corona was Kreatives einfallen würde. Zoom, GoToMeeting, Facebook Live oder Kombinationen aus diversen Helferlein überbrücken die Kontaktlücke zumindest digital.

Digitaler Veedelsspaziergang

Am 19. April 2020 fand der erste Veedelsspaziergang als digitales Live-Event statt. Gabi Linde vom Agora-Team fuhr mit Handykamera und Fahrrad von Lücke zu Lücke, in denen momentan noch Autos parken. Luca Jansen moderierte via Zoom. Pro Lücke schalteten sich die Paten und Patinnen per Videokonferenz zu und präsentierten ihre Ideen. Insgesamt sind es derzeit sieben Projekte, die darauf warten, in die Tat umgesetzt werden zu können.

Lücken-Patin Laura Sahm etwa saß vor dem Haus ihrer WG in der Zwirner Straße. Sie plant das Parklet „Kre_ativ_e Lücke“ gemeinsam mit ihrer Mitbewohnerin Kathrin. „Als wir von Mut zur Lücke hörten, wollten wir sofort dabei sein“, sagt sie. „Wir möchten einen Freiraum in der Nachbarschaft gestalten, bei dem möglichst viele mitmachen und ihre Ideen für eine schöne, lebenswerte Nachbarschaft einbringen.“

Der eigentlich zur Dokumentation des Parklet-Baus vorgesehene Weblog dient dafür nun als Austausch-Plattform. Laura erzählt darüber, dass sie sich in den letzten Wochen viele Gedanken gemacht hat darüber, „wie man das soziale Leben, welches normalerweise auf der bunten Bank vor dem Haus in der Zwirner Str. stattfindet, nun ins Digitale überführen kann“ – Als Ergebnis erleben wir am Sonntag, 26. April, um 11 Uhr das Nachbarschaftsgespräch – natürlich online.

Lauras Kollegin Katrin ist derzeit im Exil in der Eifel und bereitet die Pflanzkisten vor. Es geht also weiter, irgendwie, mit Zuversicht und Handy-Empfang.


Zur Website von Agora Köln

Wenn der Leser nicht zum Buch kommt …

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Buchladen Nippes Lieferservice Köln fff.cologne
Op jöck für den Buchladen Neusser Straße: Titus Osberghaus.

… kommt das Buch eben zum Leser. Mit dieser berückend simplen Formel hat Amazon erst den Buchmarkt und dann das gesamte Versandgeschäft an sich gerissen. Monopol! Weltweit! Für immer! Doch dann kam Corona …

Zugegeben: Die Nachrichtenportale künden nicht vom Ende der Marktherrschaft, sondern genau vom Gegenteil. „Pandemiegewinnler Amazon“ titelt heise.de, „um fast ein Viertel“ habe die Aktie zwischen Januar und April 2020 zugelegt. Und der Kölner Express meldet: „Der Online-Händler hat inmitten der Corona-Pandemie 100.000 neue Mitarbeiter in den USA eingestellt – und schreibt nun 75.000 weitere Stellen aus, um den großen Andrang von Kunden zu bewältigen.“

Die ins Home Office weggesperrten Konsumenten bestellen aus staatlich verordneter Langeweile jetzt besonders viel. Soviel, dass der Branchenprimus gezwungen ist, Lieferungen zu triagieren. Da sitzt sogar der Prime-Kunde plötzlich nur in der zweiten Reihe, weil sein neuestes Gadget nicht „systemrelevant“ genug ist, um wie gewohnt umgehend nach dem Bestellklick auf die Reise zu gehen.

Amazon priorisiert Bestellungen neuerdings nach Dringlichkeit.

Trotzdem lassen sich im neuerlichen Höhenflug des Multiversorgers auch Anzeichen eines möglicherweise bevorstehenden Sinkflugs ausmachen. Und das sogar hier in Köln. Echt jetzt? Echt jetzt!

Mit Büchern startete Amazon-Gründer Jeff Bezos Mitte der 1990er Jahre seinen Siegeszug rund um die Welt. Mit Büchern könnte er nun enden. Die Corona-Restriktionen machen so manchem lokalen Einzelhändler Beine. Seit die Geschäfte geschlossen bleiben müssen, kommen immer mehr von ihnen auf die Idee, ihr Angebot bis direkt vor die Wohnungstüren der Kunden zu liefern. Und zwar kostenfrei und megaschnell. So wie man das bisher (fast) nur von Amazon kannte.

Warum nicht gleich so? Ich als Kunde stärke mit Freuden den Kaufladen in der Nachbarschaft, wenn der Service genauso gut ist wie beim globalen Marktführer. Da hat Ressourcen-schonender Konsum ja gar nichts mit Verzicht zu tun!

Buchladen Nippes Lieferservice Köln fff.cologne
Sogar mit Schokolädchen: Buch vom Leselieferservice. Fotos: Züger

Es gibt überhaupt keinen Grund, nicht lokal/regional einzukaufen, wenn die Ware meiner Wünsche zum gleichen Preis und ähnlich flott zu mir gelangt, als hätte ich sie beim Monopolisten bestellt. Wenn ich nur weiter fett, faul und bräsig im Internet ordern kann, tue ich es mit Freude und Überzeugung auf der liebevoll Hand-gepixelten Website meines Nahversorgers und zeige dem turbokapitalistischen Bösewicht meinen digitalen Stinkefinger.

Der lokale Leselieferservice muss bleiben. Unbedingt!

Fragt sich allerdings, wieso die Händler vor Ort nicht schon früher auf die Idee gekommen sind, uns Verbraucher wie das zu behandeln, was wir spätestens seit Einführung des Online-Handels nun einmal sind: Maden im Speck. Erzähl‘ mal so einer Made, dass sie den wärmenden Speckmantel verlassen muss, um Specknachschub zu besorgen, wenn sie den Speck genauso gut zu sich kommen lassen kann, ohne mehr als einen Finger krumm machen zu müssen! Musste wirklich erst ein schlecht gelaunter Krankheitserreger vom Pangolin auf den Menschen überspringen, ehe der Buchhändler meines Herzens zu mir nach Hause kommt?

Bitte, liebe Buchhändler: Auch wenn die Corona-Einschränkungen am Mitte April 2020 nun schrittweise wieder gelockert werden: Behaltet diesen Service unbedingt bei! Dafür bestelle ich auch nie wieder ein Buch bei Amazon, versprochen! Und du, lieber Leser, bitte auch nicht. In diesem Verzeichnis Kölner Buchhandlungen findest du garantiert einen Leselieferservice, der auch dich beschickt.

Auszeichnung für Aufbruch Fahrrad

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deutscher fahrradpreis 2020 Aufbruch Fahrrad Ute Symanski Harald Schuster fff.cologne
Foto: Endreas Endermann / Deutscher Fahrradpreis

Bei der Vergabe des Deutschen Fahrradpreises am 27. Februar 2020 in Essen ist Aufbruch Fahrrad ausgezeichnet worden. Die in Köln ansässige Volksinitiative erhielt den Zweiten Preis in der Kategorie „Kommunikation“.

Dr. Ute Symanski, Vorsitzende des RADKOMM e.V., und der ADFC-Landesvorsitzende Thomas Semmelmann nahmen bei der Gala zum Abschluss des AGFS-Kongresses in der Messe Essen die Urkunde und einen Scheck über 2.000 Euro entgegen.

Das 2017 gegründete Aktionsbündnis Aufbruch Fahrrad verfolgt das Ziel, den Anteil des Fahrradverkehrs an der allgemeinen Mobilität von derzeit acht Prozent bis 2025 auf 25 Prozent zu erhöhen. Dafür sammelten die Initiatoren 206.687 Unterschriften. Der Landtag Nordrhein-Westfalen hat mittlerweile sämtliche Forderungen der Volksinitiative in seinem Radverkehrsgesetz für NRW übernommen.

Der Deutsche Fahrradpreis ist ein bundesweiter Wettbewerb zur Förderung des Radverkehrs in Deutschland. Er wird seit 2001 vom Bundesverkehrsministerium sowie der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW verliehen. Zu den weiteren Preisträgern 2020 gehören die der Schauspieler Michael Kessler, die Fahrradstation Süd aus Karlsruhe und die studentische Initiative Freshbrains der Uni Wuppertal.

Kinder aufs Rad

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Unter dem Motto Kinder auf das Rad setzt sich die gemeinnützige Initiative Kidical Mass erfolgreich in Köln für eine kinderfreundliche Verkehrspolitik ein. Am 21. und 22. März 2020 startet erstmals ein bundesweites Aktionswochenende, an dem rund 50 Städte teilnehmen.

Steffen Brückner und Simone Kraus sind die Initiatoren der Kidical Maas Köln. Selbst Eltern von drei Kindern fordern sie Städte, in denen sich Kinder sicher, selbstständig und Angst-frei mit dem Fahrrad bewegen können. Mit diesem Anliegen haben sie Unterstützer in bundesweit 50 weiteren Städte gefunden.

fff.cologne kinderaufsrad kidical mass

Getragen wird die Kidical Mass von Agora Köln, finanziert durch Spenden und gemeinnützige Fördergelder. Ganz wichtig dabei: Die Vernetzung mit Gleichgesinnten und Kooperationspartnern bundesweit. Erst durch die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen konnte das Aktionsbündnis so extrem wachsen.

„Mit dem bundesweiten Aktionswochenende wollen wir eine breite Öffentlichkeit erreichen, um den Druck auf Politik und Verwaltung zu erhöhen“, sagt Steffen Brückner. Außerdem will die Initiative in Kitas und Schulen für mehr Bildung in Sachen Fahrradverkehr sorgen. Hier liegt in Brückner Augen ein großes Potenzial jenseits der Demos in Städten und Gemeinden. Es gebe bereits Anfragen von einigen Kölner Schulen und Kitas, etwa zur Anleitung von Fahrrad-AGs und -parcours. Brückner sieht aber auch „Projekte wie Fahrradstellplätze, Durchfahrtsbeschränkungen in Schulstraßen oder sichere Kreuzungen als Handlungsfeld“ seiner Initiative

Bei Wind und Wetter unterwegs: Johann bei der Kidical Mass im Herbst 2019 auf der Severinsbrücke, Köln
Foto: Maas

Wer die Kidical Mass unterstüzen will, kann das über die aktuelle Crowdfunging Kampagne bei Betterplace tun – und natürlich die eigenen Kinder von der Idee überzeugen, das Anliegen der Kidical Mass mit in die Schule zu nehmen. Aufkleber zur kreativen Bearbeitung der Fahrräder, Anhänger oder Schulbücher gibt’s kostenlos!

Klimawende Köln beantragt Kostenschätzung

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klimawende köln auftakt cinenova 2020 fff.cologne

Die Initiative Klimawende Köln hat am Freitag, 28. Februar 2020, den nächsten formellen Schritt hin zum angestrebten Bürgerbegehren gemacht und offiziell eine Kostenschätzung bei der Stadtverwaltung Köln beantragt.

Hier zu sehen bei der WDR-Lokalzeit vom 28. Februar 2020. Der Beitrag über das Bürgerbegehren startet bei Minute 14.20 Uhr.

Ziel des Bürgerbegehrens ist es, den städtischen Energieversorger Rheinenergie zu verpflichten, seine Stromversorgung bis 2030 zu 100 Prozent auf erneuerbare Energiequellen umzustellen.

Sobald die Kostenschätzung vorliegt, will die Initiative mit der Sammlung der 24.370 Unterschriften beginnen. Diese sind nötig, um einen Bürgerentscheid anzustrengen. Sollten diesen mindestens zehn Prozent aller Kölner Wahlberechtigten und mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen mit „Ja“ beantworten, ist er für die Stadtverwaltung so verbindlich wie ein Ratsbeschluss. Klimawende Köln möchte diesen Bürgerentscheid zeitgleich mit der Kommunalwahl am 13. September 2020 durchführen; es ist allerdings ungewiss, ob das in der Kürze der Zeit zu schaffen ist.

Auftakt: Mehr Besucher als Plätze

Die Initiative hatten am 16. Januar 2020 einen fulminanten Auftakt hingelegt. Zur Veranstaltung im Kölner Cinenova waren weit mehr Besucher erschienen als der große Kinosaal fassen konnten. Für alle, die keinen Zugang fanden, hat Klimawende Köln eine Videodokumentation zur Verfügung gestellt.

Aufruf: Invasive Arten essen?

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Das Wollhandkrabbenmännchen in Abwehrhaltung.

Es gibt eine neue kulinarische Bewegung: Invasive Tierarten dringen in unser Ökosystem ein und gefährden die heimische Flora und Fauna. Zu den bekanntesten Beispielen zählen der Waschbär und die auch im Rhein bei Köln lebende Wollhandkrabbe. Was tun?

Eine Möglichkeit dürfte vor allem Fleischessern gefallen: Endlich können auch sie mal was für Nachhaltigkeit tun. Die Wollhandkrabbe beispielsweise gilt in China als Delikatesse und schmeckt auch hiesigen Gaumen vorzüglich. In einigen Städten Deutschlands haben sich Gastro-Startups gegründet, die invasive Tiere auf den Teller bringen. Holycrab aus Berlin ist so ein Beispiel.

Nur in Köln haben wir dergleichen nicht finden können. Sind wir zu doof? Oder Kölns Köche nicht kreativ genug? Schreibt uns, wenn Ihr von invasiven Angeboten in der heimischen Gastronomie gehört habt! Wir würden ihnen gerne mal in die Töpfe gucken.

Feines Ding: Klima-Klamauk

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Die schrecklichsten Tragödien bieten oft das größte Humor-Potenzial. Alles nur eine Frage der Perspektive – das gilt auch für die Klima-Katastrophe. Eine Gruppe von Comedians um Atze Schröder, Jacqueline Feldmann, Olaf Schubert und Michael Mittermeier hat in Köln einen Verein gegründet: Comedy for Future e.V. engagiert sich seit Ende 2019 für die Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Das Kernstück der Agenda bildet ein Katalog mit 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung, die die Komiker ihrem Publikum mit ihren ureigenen Mitteln – Witz und Dollerei! – nahe bringen wollen.

Erstmals sichtbar werden soll dieses Engagement am 22. April 2020 um 19.30 Uhr in der Lanxess Arena in Köln. Tickets gibt’s unter anderem via Eventim. Die Veranstaltung dient, so versprechen die lustigen Vögel auf ihrer Website, allein der guten Sachen, sämtliche Standups verzichten auf ihre Honorare. Der Erlös wird durch 17 geteilt und an 17 im Sinne der „Agenda 2030“ handelnde Projekte, Vereine und Institutionen gespendet.